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Bilaterale Beziehungen Schweiz - Angola

Die politischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Angola sind gut, aber nicht besonders intensiv. Mit der Wiedereröffnung der Schweizerischen Botschaft in Luanda 2009 und der Eröffnung einer angolanischen Botschaft in Bern 2006 bekräftigten die beiden Länder ihre Absicht, den Dialog zu Themen von gemeinsamem politischem, wirtschaftlichem und sozialem Interesse zu vertiefen.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Die Schweizerische Botschaft in Luanda wurde im Juni 2009 nach dreizehnjähriger Abwesenheit wiedereröffnet. Zwischen 1996 und 2007 bestand zur Unterstützung von Menschen, die durch den bewaffneten Konflikt vertrieben wurden, ein Büro der Humanitären Hilfe der DEZA.

Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern kühlten nach der Blockierung von Vermögenswerten aus Angola durch die Schweiz ab. Im Januar 2005 wurde ein Abkommen über die Rückerstattung dieser Gelder unterzeichnet, mit dem das „Programme socio-humanitaire Angola–Suisse" lanciert wurde, ein Sonderprogramm, das von der Botschaft in Zusammenarbeit mit der DEZA durchgeführt wird.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Seit den Friedensabkommen von 2002 hat Angola einen bemerkenswerten wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der insbesondere auf seine Ölvorkommen und den Willen zum Wiederaufbau der Infrastruktur zurückzuführen ist.

Mehrere multinationale Unternehmen aus der Schweiz oder mit Sitz in der Schweiz sind neben einem Dutzend KMU in Angola präsent.
Es gibt einen Schweizer Business-Club. Ein Vertreter von SwissCham Central–Western Africa ist seit 2009 ebenfalls in Luanda tätig.

Der Handelsaustausch ist aber immer noch bescheiden.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Seit den Friedensabkommen von 2002 hat Angola einen bemerkenswerten wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der insbesondere auf seine Ölvorkommen und den Willen zum Wiederaufbau der Infrastruktur zurückzuführen ist.

Mehrere multinationale Unternehmen aus der Schweiz oder mit Sitz in der Schweiz sind neben einem Dutzend KMU in Angola präsent.
Es gibt einen Schweizer Business-Club. Ein Vertreter von SwissCham Central–Western Africa ist seit 2009 ebenfalls in Luanda tätig.

Der Handelsaustausch ist aber immer noch bescheiden.

Zusammenarbeit im Bildungsbereich

Ab 2013 unterbreitet die Schweiz Angola eine Stipendienofferte für Doktoranden. Unter bestimmten Bedingungen können sich angolanische Forscherinnen und Wissenschaftler, die die anspruchsvollen Bedingungen erfüllen, für ein Bundesstipendium bewerben. Die strenge Auswahl der Stipendiaten aus allen Ländern unterliegt der Eidgenössischen Stipendienkommission.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Wenn man die Jahre des Unabhängigkeitskampfes mitrechnet, litt Angola vier Jahrzehnte unter bewaffneten Auseinandersetzungen.

Zwischen 1996 und 2007 war die Humanitäre Hilfe der Schweiz stark in Angola engagiert und führte humanitäre Hilfsaktionen für Vertriebene und Projekte für den Wiederaufbau der Infrastruktur durch.

Im Jahr 2005 unterzeichneten die Schweiz und Angola ein Abkommen über die Rückerstattung von Vermögenswerten, die in der Schweiz blockiert waren, mit dem Ziel, diese in humanitäre Projekte zu investieren. Das «Programme socio-humanitaire Angola – Suisse» (PSH) verfügt über einen Fonds mit USD 21 Mio., um Projekte in der Minenräumung und der landwirtschaftlichen Berufsbildung zu finanzieren.

Schweizerinnen und Schweizer in Angola

2011 lebten etwa hundert Schweizerinnen und Schweizer in Angola, etwa die Hälfte davon in Luanda. Dazu kommen etwa zwanzig Geschäftsleute, die sich vorübergehend in Angola aufhalten.

Kulturaustausch

Die Botschaft der Schweiz unterstützt kleine Kulturprojekte (Frankophonie, Kulturbiennale usw.).

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts interessierten sich Schweizer Entdecker und Missionare für die damalige portugiesische Kolonie Angola. In den 1950er-Jahren nahm die Schweiz wirtschaftliche Beziehungen zu Angola auf. Diese blieben aber beschränkt, insbesondere wegen der innenpolitischen Konflikte, die den Bundesrat 1969 dazu bewogen, die Ausfuhr von Waffen nach Angola zu verbieten.

Von 1962 bis 1975, als das Land die Unabhängigkeit von Portugal erlangte, gab es in Luanda ein Schweizer Konsulat. Die Schweiz anerkannte die Volksrepublik Angola am 18. Februar 1976. Im Jahr 1977 wurde in Luanda eine Botschaft mit einem Geschäftsträger eröffnet.

Die regionalen Konflikte und der Bürgerkrieg bewogen die Schweiz, ihre Botschaft im August 1996 zu schliessen und durch ein Büro der Humanitären Hilfe, zuerst in Huambo, dann in Luanda, zu ersetzen.

Ende 2005 unterzeichneten die beiden Länder ein Abkommen über die Rückerstattung von angolanischen Vermögenswerten, die wegen einer Strafuntersuchung auf Schweizer Konten blockiert waren. Mit diesem Abkommen war der Weg frei für die Wiederherstellung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Im Juni 2009 feierte die Schweiz die Wiedereröffnung ihrer Botschaft in Luanda.