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Reisehinweise Angola
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gültig am:
Publiziert am: 12.09.2012 |
Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Beachten Sie unbedingt auch die nebenstehenden Rubriken; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise. |
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Grundsätzliche Einschätzung
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Angola erholt sich vom Bürgerkrieg und erlebt einen eindrücklichen wirtschaftlichen Wiederaufbau. Die politische Lage kann als stabil beurteilt werden.
Demonstrationen und auch Ausschreitungen sind aber möglich, vor allem im Nachgang zu den Präsidentschaftswahlen vom August 2012. Es besteht das Risiko von gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften.
Reisenden wird zu Vorsicht und Zurückhaltung geraten. Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien und bei Ihren lokalen Kontaktpersonen über die Entwicklung der Lage. Meiden Sie grössere Menschenansammlungen und Demonstrationen jeder Art.
Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.
Provinz Cabinda: In dieser Provinz kann es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen separatistischen Gruppen und Regierungseinheiten kommen. Von Touristen- und anderen nicht dringenden Reisen in die Provinz Cabinda wird abgeraten.
Provinzen Lunda Norte und Lunda Sul: Wegen der prekären Sicherheitslage in den Diamantengebieten wird von Touristen- und anderen nicht dringenden Reisen in diese Provinzen abgeraten.
In einigen Landesteilen besteht Minengefahr. Nicht alle Minenfelder sind markiert. In den Grenzgebieten zur Demokratischen Republik von Kongo und zu Sambia ist besonders Vorsicht geboten. Halten Sie sich deshalb strikt an die Hauptstrassen und informieren Sie sich im Zweifelsfall bei den lokalen Behörden und/oder der Bevölkerung.
Es besteht im ganzen Land die Gefahr von Diebstählen und bewaffneten Überfällen auf Personen und Autos (besonders beliebt sind Allrad-Fahrzeuge). Beachten Sie unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:
- Die Kriminalitätsrate kann je nach Ortschaft und Stadtteil erheblich variieren. Informieren Sie sich vor Ort bei Bekannten, Geschäftspartnern oder im Hotel über die lokalen Gegebenheiten. Erkundigen Sie sich, ob es Quartiere gibt, die gemieden werden sollten und welche Quartiere als sicher gelten.
- Lassen Sie sich ab der Ankunft auf dem Flughafen von zuverlässigen und vertrauenswürdigen Personen begleiten und befolgen Sie deren Anweisungen.
- Gehen Sie nach Einbruch der Dunkelheit nicht zu Fuss, auch nicht im Stadtzentrum.
- Verzichten Sie auf Besuche von ärmeren Stadtquartieren.
- Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich.
- Deponieren Sie Wertsachen im Hotelsafe. Tragen Sie jedoch immer den Pass auf sich, um sich bei Polizeikontrollen ausweisen und die Gültigkeit Ihres Visums beweisen zu können.
- Benutzen Sie vorzugsweise Bancomaten, die sich im Innern der Banken befinden.
- Verriegeln Sie die Autotüren und halten Sie die Fenster geschlossen.
- Leisten Sie bei einem Raubüberfall keinen Widerstand, denn die Gewaltbereitschaft ist hoch.
Die Infrastruktur ist noch im Auf- und Ausbau begriffen. Ausserhalb von Luanda ist die Infrastruktur für Reisende (Unterkünfte, Restaurants usw.) rar. Der Strassenzustand ist oft schlecht. Das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer bildet ein zusätzliches Risiko. Unternehmen Sie Reisen in die Provinzstädte vorzugsweise mit Linienflügen. Die Wartung der Eisenbahn und der Flugzeuge für Inlandflüge entspricht oft nicht europäischen resp. internationalem Standard. Von nächtlichen Überlandfahrten wird abgeraten.
Beachten Sie, dass der Güterverkehr mit Angola teilweise internationalen Handelsbeschränkungen unterliegt. Dies trifft insbesondere für Diamanten zu. Seit dem 27. Februar 2012 gelten auch für die Ein- und Ausfuhr der einheimischen Währung (Kwanzas) neue Bestimmungen. Konsultieren Sie die Website der Banco Nacional de Angola oder erkundigen Sie sich vor einer Reise über die genauen Bestimmungen bei der angolanischen Botschaft in Bern.
Banco Nacional de Angola
Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind strafbar. Es ist verboten, uniformierte Personen, militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten (Flughäfen, Brücken usw.) zu fotografieren. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden hart bestraft. Die Haftbedingungen sind prekär.
Selbst in der Hauptstadt Luanda ist die medizinische Grundversorgung nur beschränkt gewährleistet. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen müssen im Ausland (Europa oder Südafrika) behandelt werden.
Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.
Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizerische Vertretungen im Ausland (regionales Konsularcenter in Pretoria/Südafrika)
Helpline EDA
Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz
Ausschluss der Haftung
Beachten Sie auch die zusätzlichen, allgemein gültigen Reise-Informationen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.


