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Bilaterale Beziehungen Schweiz – Pakistan

Eine Reihe von Wirtschaftsabkommen unterstützt die Entwicklung des bilateralen Handels. Die Entwicklungszusammenarbeit nimmt einen wichtigen Platz ein.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Die bilateralen Beziehungen sind gut, aber marginal. Die Botschaft und das Koordinationsbüro der Schweiz befinden sich in Islamabad, ein Generalkonsulat in Karachi.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die Schweiz gehört zu den wichtigsten ausländischen Direktinvestoren Pakistans. Schweizer Unternehmen sind vor allem in Karachi aktiv.

Zusammenarbeit im Bildungsbereich

Forschende und Kulturschaffende aus Pakistan können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Die Schweiz konzentriert sich auf die Armutsbekämpfung und Unterstützung besonders benachteiligter Bevölkerungsgruppen sowie auf die Förderung der lokalen Konfliktbewältigung und Gouvernanz. Die Humanitäre Hilfe unterhält ein Programm zugunsten der von den Überschwemmungen im Sommer 2010 betroffenen Bevölkerung. Es war die schwerste Naturkatastrophe in der Geschichte Pakistans. Die Schweiz leistete Soforthilfe und organisierte Hilfsaktionen für die Überwinterung. Sie unterstützt den Wiederaufbau von Schulhäusern und der Wasser-Infrastruktur und verbessert die Lebensbedingungen von Flüchtlingen und intern Vertriebenen.

Seit 2011 ist Pakistan nicht mehr Schwerpunktland; die Projekte der Entwicklungszusammenarbeit wurden lokalen Partnern übergeben, beendet oder in das Regionalprogramm Hindukush integriert.

Schweizerinnen und Schweizer in Pakistan

2012 lebten 327 Schweizerinnen und Schweizer in Pakistan, davon 212 Doppelbürger.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Die Schweiz anerkannte die Unabhängigkeit Pakistans sogleich nach deren Verkündigung 1947. 1949 nahmen die beiden Staaten diplomatische Beziehungen auf. 1966 unterzeichneten sie ein Abkommen zur technischen Zusammenarbeit, das 1975 durch ein Abkommen zur Katastrophenhilfe ergänzt wurde. Nachdem Pakistan zum Schwerpunktland der Entwicklungszusammenarbeit geworden war, eröffnete die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) 1977 in Islamabad ein Koordinationsbüro. Während des Konflikts um Bangladesch zwischen Indien und Pakistan (1971–1976) vertrat die Schweiz die Interessen beider Seiten. In den 1970er und 1980er Jahren schloss sie mit Pakistan mehrere Umschuldungsverträge ab.