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Bilaterale Beziehungen Schweiz - Tadschikistan

Die Beziehungen sind gut aber bescheiden. Tadschikistan ist es ein Schwerpunktland der Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz. Seit 2009 führen die beiden Länder einen regelmässigen Dialog über Menschenrechte.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Als wichtiges Geberland geniesst die Schweiz einen ausgezeichneten Ruf in der ehemaligen Sowjetrepublik. Tadschikistan gehört zur Schweizer Stimmrechtsgruppe in den Bretton-Woods-Institutionen (IWF und Weltbank) und bei der Globalen Umweltfazilität (GEF).

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die Handelsbeziehungen sind bescheiden. Der Import aus Tadschikistan beschränkt sich auf Fahrzeuge und Flugzeuge sowie auf Düngemittel. Exportiert werden vor allem Maschinen und chemische Produkte. Schweizer Unternehmer sind unter Anderem im Baumwollsektor präsent.

Zusammenarbeit im Bildungsbereich

Forschende und Kulturschaffende aus Tadschikistan können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.

Friedensförderung und Menschliche Sicherheit

Die Schweiz führt seit 2009 einen regelmässigen Dialog über Menschenrechtsthemen mit Tadschikistan. Die dritte Runde des Dialogs fand im April 2012 in Duschanbe statt.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Tadschikistan ist ein Schwerpunktland der Entwicklungszusammenarbeit. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) engagieren sich in den Bereichen Wassermanagement, Reform des Gesundheitssektors, Stärkung der Zivilgesellschaft, Infrastruktur und Förderung der Privatwirtschaft. Für diese Projekte stellen DEZA und SECO zusammen jährlich circa 15 Mio. CHF zur Verfügung. Das SECO hat 2011 ein Projekt gestartet, das die tadschikische Nationalbank technisch bei Buchhaltungsfragen unterstützt.

Schweizerinnen und Schweizer in Tadschikistan

2012 lebten 33 Schweizer Staatsangehörige in Tadschikistan.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Die Schweiz anerkannte Tadschikistan am 23. Dezember 1991 nach der Auflösung der Sowjetunion. Die beiden Länder nahmen am 9.12.1992 diplomatische Beziehungen auf. Zuerst war die Schweizer Botschaft in Moskau dafür zuständig. Vom 1994 bis 2008 war der Schweizer Botschafter in Taschkent auch in Duschanbe akkreditiert und seither ist der Botschafter in Astana zuständig. Tadschikistan beschloss Ende 2007, sein Büro in Genf in eine Mission aufzuwerten. Am 7. April 2011 überreichte ein tadschikischer Botschafter sein Beglaubigungsschreiben in Bern.

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) ist seit 1993 in Tadschikistan aktiv. Das wachsende Engagement führte dazu, dass 1997 die Vertretung in Duschanbe in ein Koordinationsbüro umgewandelt wurde, an dem auch das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) beteiligt ist. Seit 2001 nimmt das Büro auch konsularische Aufgaben wahr.