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Bildung

Die Schweiz legt grossen Wert auf Bildungsqualität und verfügt über ein umfassendes Angebot im höheren Bildungsbereich. Im internationalen Vergleich gehört sie zu den Ländern, die am meisten in Bildung investieren: Die öffentlichen Bildungsausgaben beliefen sich 2006 auf gegen 26,8 Milliarden Franken.

Schulsystem

Das Bildungswesen ist vom Föderalismus geprägt und dezentral organisiert. Der Bund, die Kantone und die Gemeinden teilen sich die Kompetenzen im Bildungssystem. Die gesamtschweizerische Koordination erfolgt durch die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, die sich aus 26 Mitgliedern der Kantonsregierungen zusammensetzt.
Es werden drei Bildungsstufen unterschieden: Primarstufe, Sekundarstufe und Tertiärstufe. Die Primarstufe und ein Teil der Sekundarstufe bilden die obligatorische Schulzeit, die in der Regel neun Jahre dauert. Danach absolvieren die Jugendlichen die nachobligatorische Ausbildung, bei der sie zwischen zwei Wegen (duales System) wählen können: Berufsbildung (Lehre) oder allgemeinbildende Schulen, die auf die gymnasiale Maturität vorbereiten. Rund 60% der Jugendlichen entscheiden sich nach der obligatorischen Schule für eine Berufsausbildung mit einer Dauer von bis zu vier Jahren. Dabei stehen über 300 Berufe zur Auswahl, wobei Handelskauffrau, Verkäuferin, Praxisassistentin, Koch oder Elektriker zu den beliebtesten zählen. Die Gymnasien bereiten dagegen in erster Linie auf das Studium an einer Universität vor.

Universitäre Hochschulen und Fachhochschulen

In der Schweiz gibt es zehn kantonale Universitäten und zwei Eidgenössische Technische Hochschulen, eine in Lausanne (EPFL) und eine in Zürich (ETHZ). Je nach Standort der Universität werden die Vorlesungen in einer oder sogar zwei Landessprachen gehalten, immer häufiger sogar auf Englisch.
- Universitäten Basel, Bern, Zürich, Luzern, St. Gallen und ETHZ: Studiengänge auf Deutsch
- Universitäten Genf, Lausanne, Neuchâtel und EPFL: Studiengänge auf Französisch
- Universität Lugano: Studiengänge auf Italienisch
- Universität Freiburg: Studiengänge auf Französisch und Deutsch
Die Schweizer Universitäten bieten Studiengänge in Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Medizin und Pharmazie, Geistes- und Sozialwissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften sowie in Theologie an. Die Eidgenössischen Technischen Hochschulen bilden die Studierenden in Natur- und Ingenieurwissenschaften, Architektur, Mathematik, Pharmazie, Sport und Militärwissenschaften aus. In der Schweiz gibt es 60 Fachhochschulen (FH). Es handelt sich dabei um praxisorientierte Bildungseinrichtungen auf Hochschulstufe.
Rund 25% der jungen Schweizerinnen und Schweizer besitzen einen Hochschulabschluss. Von den jährlich gegen 25'000’Studienabschlüssen werden rund zwei Drittel an universitären Hochschulen und ein Drittel an Fachhochschulen erworben.

Bildungsreform

Das Schweizer Bildungssystem hat sich weiterentwickelt und veraltete Strukturen wurden angepasst. Zu erwähnen sind zum Beispiel die Reformen zur Harmonisierung der obligatorischen Schule im Rahmen des interkantonalen HarmoS-Konkordats. Das Konkordat soll die Qualität der obligatorischen Schule verbessern und sämtliche Mobilitätshindernisse zwischen den Kantonen abbauen. Auch auf nationaler Ebene wurden gewisse Strukturen neu gestaltet: Aufgrund der 1999 von der Schweiz unterzeichneten «Bologna-Erklärung» erfuhren Strukturen und Inhalte der Studiengänge an den Schweizer Hochschulen eine umfassende Reform. Bis 2011 dürften mehr als 95% der Studierenden ins neue System integriert sein.

Weiterbildung

Lebenslanges Lernen gewinnt ständig an Bedeutung. Weiterbildung kann dabei zwei Formen annehmen: Besuch von Kursen, Seminaren, Privatunterricht oder im Selbststudium mit Hilfe von Fachliteratur, elektronischen Lernprogrammen oder mit Familienmitgliedern. Das Budget für Weiterbildungsmassnahmen bewegt sich im Milliardenbereich. Die Kosten werden in erster Linie von den Teilnehmenden selber, aber auch von Unternehmen übernommen.

http://www.bbt.admin.ch/ www.bbt.admin.ch/
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http://www.epfl.ch/ www.epfl.ch/