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Reisehinweise Argentinien

Letzte Aktualisierung: 09.01.2012
Unverändert gültig:  

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Grundsätzliche Einschätzung
Kriminalität
Verkehr und Infrastruktur
Besondere rechtliche Bestimmungen
Naturbedingte Risiken
Gesundheit

Nützliche Adressen



Grundsätzliche Einschätzung

Die wirtschaftliche und soziale Lage hat sich in den letzten Jahren verbessert. Dennoch kann es im ganzen Land zu Demonstrationen, Streiks, Strassensperren und Ausschreitungen kommen. In solchen Fällen muss mit örtlichen Verkehrsbehinderungen und Verspätungen gerechnet werden. Die Kriminalitätsrate ist hoch.

Wiederholt haben kleinere Anschläge in Buenos Aires Sachschaden verursacht. Beachten Sie auch die Rubrik Terrorismus und Entführungen.

Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien über die Entwicklung der Lage. Meiden Sie Demonstrationen sowie grössere Menschenansammlungen jeder Art und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.



Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist hoch, besonders in den Provinzen Buenos Aires und Mendoza. Am häufigsten sind Taschen- und Entreissdiebstähle in den Strassen, vor Banken, an Flughäfen und Bahnhöfen sowie Trickdiebstähle mittels Ablenkungsmanöver in Restaurants und Parks, z.B. „versehentliche“ Senfspritzer, angeblicher Vogeldreck. Aber auch bewaffnete Überfälle und Entführungen kommen vor, ebenso wie Überfälle auf Taxipassagiere. Bei so genannten "Express-Entführungen" werden die Opfer ausgeraubt und zu Bargeldbezügen mit der Kreditkarte gezwungen. Beachten Sie unter anderem nachstehende Vorsichtsmassnahmen:

  • Die Kriminalitätsrate kann je nach Ortschaft und Stadtteil erheblich variieren. Erkundigen Sie sich an Ihren jeweiligen Aufenthaltsorten bei Bekannten, Geschäftspartnern oder im Hotel über die lokalen Gegebenheiten, insbesondere ob es Quartiere gibt, die gemieden werden sollten. Verzichten Sie auf alle Fälle auf Besuche der ärmeren Stadtteile ("villas miserias").
  • Meiden Sie in Buenos Aires nachts die Quartiere "La Boca", "Retiro", "Constitución" und "Once". In den drei letzteren befinden sich die wichtigsten Bahnhöfe der Stadt.
  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Schmuck, teure Uhren usw.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Deponieren Sie Ihre Dokumente im Hotelsafe; tragen Sie jedoch immer eine Fotokopie des Reisepasses auf sich.
  • Fahren Sie nur mit Taxis, die Sie telefonisch reserviert haben (sogenannte Radiotaxis oder"remises"), da diese Fahrten registriert werden.
  • Halten Sie die Autofenster geschlossen und die Türen verriegelt.
  • Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand, denn die Gewaltbereitschaft ist hoch.


Verkehr und Infrastruktur

Schwere Verkehrsunfälle sind häufig. Die Überlandstrassen sind mehrheitlich nur zweispurig, und das Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer ist unvorhersehbar. Besonders in den Provinzen Buenos Aires, Santa Fe, Córdoba, La Pampa und Entre Ríos bilden die zahlreichen Lastwagen ein zusätzliches Unfallrisiko, vor allem für Radfahrer. Abseits der Autobahnen sind die Fahrzeuge auch bei Dunkelheit oft unbeleuchtet unterwegs. Lassen Sie im Strassenverkehr grosse Vorsicht walten, und verzichten Sie im Landesinnern auf nächtliche Überlandfahrten.



Besondere rechtliche Bestimmungen
Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei kleinen Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Gefängnisstrafen geahndet. Die Haftbedingungen sind prekär (mangelhafte hygienische Verhältnisse usw.).

Naturbedingte Risiken

Erdbeben kommen vor allem in den nordwestlichen und den zentralen westlichen Landesteilen vor. Erdbeben und Vulkanausbrüche im benachbarten Chile können sich auch auf Argentinien auswirken.
Instituto nacional de prevención sísmica

In den Bergen können sich die Witterungsverhältnisse sehr rasch ändern. Unternehmen Sie Wanderungen und Bergtouren, auch um das Risiko von Überfällen zu vermindern, in Begleitung eines anerkannten lokalen Führers.

Beachten Sie die Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden. 
Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkastastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die Schweizerische Botschaft in Buenos Aires.



Gesundheit
Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Unterschätzen Sie in den Anden die Symptome der Höhenkrankheit nicht.

Nützliche Adressen

Notruf allgemein: 911
Notruf Polizei: 101
Notruf Sanität: 107
Notruf Touristenpolizei Buenos Aires: 0800-9995000

Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung wenden.
Schweizerische Vertretungen im Ausland

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz



Ausschluss der Haftung
Beachten Sie auch die zusätzlichen, allgemein gültigen Reise-Informationen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.