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Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen
Armut, Aids, Umweltzerstörung und Wasserknappheit sind nur einige der Herausforderungen, die von einzelnen Ländern allein nicht mehr bewältigt werden können. Die Organisation der Vereinten Nationen (UNO) nimmt in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe weltweit eine zentrale Rolle ein. Auch die Schweiz beteiligt sich am Engagement der Staatengemeinschaft.
Zu Beginn des neuen Jahrhunderts hat sich die UNO das konkrete Ziel gesetzt, die Zahl der Ärmsten unter den Armen bis zum Jahr 2015 weltweit zu halbieren. Dies ist eines der 8 Millenniumsentwicklungsziele, welche die Staats- und Regierungschefs am Millenniumsgipfel im September 2000 beschlossen haben. Die Bemühungen der UNO, das Gefälle zwischen Arm und Reich zu verringern, sind auch als Beitrag zur globalen Sicherheit zu verstehen. Frieden und Sicherheit sowie Entwicklung und Menschenrechte - die Säulen des Systems der UNO und Grundlagen der kollektiven Sicherheit und des Allgemeinwohls - sind eng miteinander verflochten und verstärken einander gegenseitig.
Neben der UNO-Generalversammlung befasst sich vor allem der Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) mit den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Aspekten der Entwicklung. Die Schweiz ist seit 2011 für zwei Jahre Mitglied des ECOSOC.
Die Vereinten Nationen haben mit zahlreichen Organen, Sonderprogrammen und Spezialorganisationen die Werkzeuge geschaffen, um die unterschiedlichsten Aufgaben zu bewältigen:
- Entwicklungsprogramm (UNDP)
- Kinderhilfsfonds (UNICEF)
- Bevölkerungsfonds (UNFPA)
- Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO)
- UNO-Einheit für Geschlechtergleichstellung und zur Förderung der Frauen (UN Women)
- Welternährungsprogramm (WFP)
- Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA)
- Weltgesundheitsorganisation (WHO)
- Gemeinsames Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS (UNAIDS)
- Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR)
- Umweltprogramm (UNEP)
Die UNO ist selber mit bedeutenden Hilfsprogrammen vor Ort tätig, leistet Aufklärungsarbeit und koordiniert die verschiedenen Akteure und Einsätze.
In den letzten Jahren hat die Schweiz rund 40% der öffentlichen Entwicklungshilfe über internationale Organisationen eingesetzt. Die Schweiz gehört damit bei den bedeutenden Entwicklungsprogrammen der UNO zu den wichtigsten Geldgebern. Dahinter steht die Erkenntnis, dass die grossen Entwicklungsprobleme nur multilateral wirksam angepackt werden können, das heisst im Rahmen der Zusammenarbeit der Staatengemeinschaft.
Die Schweiz leistet finanzielle Beiträge und wirkt aktiv in den Leitungsorganen dieser Organisationen mit. Der grössere Teil der öffentlichen Entwicklungsgelder fliesst in die bilateralen Projekte der Schweiz, wobei diese mit den UNO-Programmen abgestimmt werden.
