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Entführungsrisiko in der Sahara und angrenzenden Gebieten

In grossen Teilen der Sahara sind bewaffnete Banden und islamistische Terroristen aktiv, die vom Schmuggel und von Entführungen leben. Sie sind gut organisiert, operieren grenzüberschreitend und haben Verbindungen zu lokalen, kriminellen Gruppen.

Das Entführungsrisiko ist in einigen Gebieten sehr hoch und nimmt noch zu.

Im Januar 2009 wurde im Grenzgebiet Mali / Niger ein Schweizer Ehepaar zusammen mit anderen Mitgliedern einer Touristengruppe nach dem Besuch eines Kulturfestivals entführt. Eine der Geiseln wurde ermordet. Seit November 2009 wurden weitere Ausländer, meistens europäischer Herkunft, in der Sahara/Sahelzone verschleppt. Es handelte sich um Touristen sowie Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und ausländischen Firmen, unter anderen:

  • Am 9. Januar 2011 wurden zwei französische Staatsbürger getötet nachdem sie in Niamey (Niger) entführt worden waren.
  • Am 23. Oktober 2011 wurden drei europäische Hilfswerkmitarbeiter aus einem Flüchtlingslager bei Tindouf (Südalgerien) entführt.
  • Am 24. November 2011 wurden zwei Franzosen in Hombori (Mali) entführt.
  • Am 25. November 2011 wurde in Timbuktu (Mali) ein deutscher Tourist getötet, als er sich gegen die Entführung wehren wollte. Ein Schwede, ein Holländer und ein Britisch-Südafrikanischer Doppelbürger wurden entführt.

Mehrere Personen befinden sich noch immer in der Gewalt der Entführer. Dazu gehören u.a. vier französische Staatsbürger, die im September 2010 in Arlit (Niger) entführt worden waren.

Beachten Sie deshalb unbedingt die Reisehinweise für die einzelnen Länder der Region, bevor Sie eine Reise dorthin planen.
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Terrorismus und Entführungen