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Terrorismus und Entführungen
Terroristische Anschläge gefährden die Sicherheit in Europa wie überall auf der Welt.
Terroristen schlagen überraschend zu. Bombenanschläge sind ihr bevorzugtes Mittel. Zu den möglichen Zielen von Terrorangriffen zählen öffentliche und touristische Einrichtungen sowie grosse Menschenansammlungen, z.B. belebte Märkte, öffentlicher Verkehr, Nachtlokale, bekannte internationale Hotels. Deshalb sollten Sie:
- öffentliche Kundgebungen und grössere Menschenansammlungen meiden,
- bei touristischen Treffpunkten und Vergnügungszentren besonders wachsam sein,
- Warnungen und Sicherheitsvorkehrungen lokaler Behörden unbedingt beachten.
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sieht keinen Anlass, generell von Reisen in Gebiete abzuraten, in denen das Risiko von Anschlägen besteht. Eine solche Massnahme wäre unverhältnismässig angesichts der Unmöglichkeit, Anschläge vorauszusehen. Sie würde das Ziel der Terroristen, Unsicherheit und Angst zu schüren, unterstützen.
Zunehmend versuchen Terroristen, aber auch gewöhnliche Kriminelle, durch Entführungen Geld zu erpressen und/oder politische Forderungen durchzusetzen. Bei der Lösung von Entführungsfällen sind die Möglichkeiten des Heimatstaates sehr begrenzt: Ein Staat muss Lösegeldforderungen ablehnen, um nicht weitere Bürger und Bürgerinnen zu gefährden und die Täterorganisationen nicht zu stärken. Stellen Terroristen politische Forderungen an ein anderes Land, kann der Heimatstaat keinen Einfluss nehmen. Da Terroristen oft gezielt Ausländer als Opfer aussuchen, rät das EDA von Regionen mit hohem Entführungsrisiko ab. Geben Sie sich nicht der Illusion hin, dass Sie sich durch unauffälliges Auftreten oder lokale Kontakte vor Entführungen schützen können.
Lesen Sie die Reisehinweise zu jedem möglichen Zielland. Diese werden angepasst, wenn sich die Einschätzung der Sicherheitslage ändert. Bedenken Sie jedoch: Die Risiken lassen sich weder zeitlich begrenzen noch auf exakt umrissene Gebiete einschränken.
Informieren Sie sich vor und während der Reise auch in den Medien über die Entwicklung der Lage, und bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Reiseveranstalter und lokalen Gesprächspartnern. Halten Sie während Ihrer Reise auch regelmässigen Kontakt zu Ihren Angehörigen. Kontaktieren Sie sie, wenn sich in Ihrem Reiseumfeld etwas Schwerwiegendes ereignet hat.
Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.


